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Wegen dieser „Star Trek“-Katastrophe: William Shatner dachte die Sci-Fi-Reihe wird mit diesem Abenteuer begraben
Photo #14384 14 März 2026, 08:15
(Bildquelle: IMAGO / Everett Collection / Paramount)

„Star Trek“ gehört zu den wichtigsten Reihen der Popkultur. Doch vor einigen Jahrzehnten sah die Zukunft nicht so rosig aus – vor allem, wenn man damals William Shatner gefragt hätte.

Der Name William Shatner ist seit Jahrzehnten fest mit dem „Star Trek“-Universum verbunden. Als Captain James T. Kirk prägte er die Originalserie aus den 1960er-Jahren und wurde zu einem der bekanntesten Gesichter der Science-Fiction-Geschichte.

Auch danach blieb er dem Franchise treu, spielte Kirk in sieben Kinofilmen, führte bei „Star Trek V: Am Rande des Universums“ Regie, veröffentlichte mehrere autobiografische Bücher sowie inoffizielle Romane und äußerte sich immer wieder öffentlich zu „Star Trek“. Trotz zahlreicher Absetzungen, Neuanfänge und Reboots gab es einen Moment, in dem selbst Shatner überzeugt war, dass „Star Trek“ endgültig gescheitert sei.

Dieser Moment kam 1979 bei der Weltpremiere von „Star Trek: Der Film“ in Washington, D.C. Nach Jahren intensiver Fan-Kampagnen, Conventions und einer verworfenen Fernsehfortsetzung namens „Phase II“ kehrte die Enterprise endlich zurück, diesmal auf die große Leinwand. Regie führte Robert Wise; das Projekt sollte „Star Trek“ in eine neue Ära führen.

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William Shatner sah keine Zukunft für „Star Trek“

Für Shatner fühlte es sich jedoch ganz anders an. In seinen 1994 erschienenen Memoiren „Star Trek Movie Memories“ (via ComicBook.com) schildert er, wie er den fertigen Film sah und sofort enttäuscht war – ein Schicksal, das viele Fans mit ihm teilten. Aus seiner Sicht war das Tempo quälend langsam, die Spezialeffekte überzogen und der typische Geist der Serie verloren gegangen.

Die lebhaften Wortgefechte, der Abenteuercharakter und das freche Weltraumflair seien in langen, stillen Kamerafahrten an der neu gestalteten Enterprise erstickt. Seine spontane Reaktion beschreibt er rückblickend so:

Zitat:
„Nun, das war’s. Wir haben unser Bestes gegeben, es war nicht gut und es wird nie wieder passieren.“

Diese Abneigung hatte sich offenbar schon während der Dreharbeiten angebahnt. Besonders die neuen Uniformen waren Shatner ein Dorn im Auge. Kostümdesigner Robert Fletcher hatte die kräftigen Farben der Originalserie durch helle Pastelltöne ersetzt.

Shatner bezeichnete die Anzüge später als „hässlich, hauteng und pastellfarben“ und spottete, es sei „praktisch unmöglich für ein männliches Castmitglied gewesen, sich hinzusetzen, ohne ernsthaft seine Fortpflanzungsfähigkeit zu gefährden“. Tatsächlich verschwanden diese Uniformen bereits im nächsten Film „Star Trek II: Der Zorn des Khan“ wieder vollständig.

In einem Punkt lag Shatner jedoch falsch: Der Film bedeutete nicht das Ende von „Star Trek“. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 139 Millionen US-Dollar bei einem Budget von rund 44 Millionen US-Dollar war „Star Trek: Der Film“ finanziell erfolgreich, auch wenn Paramount sich mehr erhofft hatte.

Rückblickend erwies sich der Film als wichtiger Übergang, der den Weg für eines der langlebigsten Popkultur-Franchises ebnete. Shatner kommentierte seine damalige Fehleinschätzung später selbstironisch mit den Worten: „[Das] zeigt, wie viel ich davon verstehe.“


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