05 April 2026, 12:15 
Tom Cruise jagt in „Minority Report“ Verbrechner*innen, bevor er selbst gejagt wird. Bei diesem Katz-und-Maus-Spiel kommt es jedoch zu einem Patzer.
Zeitreisen und Visionen zukünftiger Verbrechen sind zentrale Elemente des Science-Fiction-Films „Minority Report“ aus dem Jahr 2002, der auf einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick basiert. Der Film zeichnet sich durch seine komplexe Handlung und detailreiche Welt aus – dennoch ist auch ein sorgfältig produzierter Blockbuster wie dieser nicht frei von Anschlussfehlern.
Einer dieser Fehler betrifft die Datumsangaben rund um einen entscheidenden Moment zu Beginn des Films und offenbart eine Inkonsistenz, die aufmerksamen Zuschauer*innen nicht entgangen ist.
Zu Beginn des Films wird eine Szene gezeigt, in der Hauptfigur John Anderton (Tom Cruise) einen Ehemann kurz vor einem geplanten Mord an dessen Frau und deren Liebhaber festnimmt. Bei der Festnahme nennt Anderton ein konkretes Datum: Der Mann werde am 22. April wegen versuchten Mordes verhaftet – also an jenem Tag, an dem das Verbrechen laut der sogenannten „Precogs“ hätte stattfinden sollen. Damit wird das Datum als aktueller Tag im Filmgeschehen etabliert.
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Zeitreise durch Filmfehler
Wenig später, in einer Szene, in der Anderton joggt, sieht man Plakatwände, die zur Zustimmung beim anstehenden Referendum über das Precrime-Programm aufrufen. Der auf den Plakaten beworbene Termin für die Abstimmung ist ebenfalls der 22. April – was zunächst mit dem zuvor genannten Datum übereinstimmt.
Allerdings widerspricht eine nachfolgende Szene dieser Chronologie. Andertons Vorgesetzter Lamar Burgess (Max von Sydow) erklärt darin, dass das Referendum erst in einer Woche stattfinden werde.
Würde man dies wörtlich nehmen, befände man sich zu diesem Zeitpunkt im Film also am 15. April – nicht am 22. Wie Burgess‘ Aussage zeitlich einzuordnen ist, lässt sich genau verorten: Sie fällt direkt auf den Tag nach Andertons Joggingrunde, womit sich das tatsächliche Datum der Festnahme des eifersüchtigen Ehemanns auf den 14. April verschieben würde.
Diese Widersprüche führen zu einem offensichtlichen Anschlussfehler: Entweder wurde das Datum der Festnahme inkorrekt genannt, oder die Plakate mit dem Wahltermin wurden zu früh eingeblendet – oder Burgess‘ Aussage war schlicht nicht mit den anderen Zeitangaben abgestimmt. Für einen Film, dessen Handlung stark von präzisen Zeitabläufen abhängt, ist dies ein besonders auffälliger Fehler.