26 Januar 2026, 12:15 
Der erste Teaser-Trailer zu „Masters of the Universe“ stößt auf große Resonanz. Ein Detail macht Fans allerdings rasend vor Wut. Dabei haben sie es nur nicht verstanden.
Es ist ein Moment, auf den zahllose Fans weltweit seit beinahe 40 Jahren gewartet haben, manche sogar viel, viel länger: Mit dem just veröffentlichten Teaser-Trailer zu „Masters of the Universe“ haben Amazon MGM Studios und Sony Pictures endlich einen ersten Blick in die Leinwandadaption einer der beliebtesten und erfolgreichsten Spielzeugreihen aller Zeiten gewährt.
Für das Gros der Fans und der damit angesprochenen Zielgruppe der Gen X und der Millennials ist diese Vorschau eine wahre Offenbarung: Nahezu alles sieht genauso aus, wie man es sich vorgestellt und in Erinnerung hat: farbenfroh, spektakulär, episch und vorlagengetreu.
Dazu die zahlreichen Easter Eggs wie etwa die „Big Jim“-Spielzeuge, die als Vorlage und Vorläufer für die „He-Man“-Actionfiguren dienten. So fällt auch der US-Kinostart am 5. Juni 2026 auf den 85. Geburtstag von Mark Taylor, der He-Man designt hat. Taylor ist 2021 verstorben.
Doch statt sich in ihre Kindheit zurückversetzt zu fühlen, konzentrieren sich manche Fans geradezu verbissen auf ein Detail aus dem Trailer: Darin wird Prinz Adam oder Adam Glenn, wie er auf der Erde genannt wird, in einem Großraumbüro eingeführt – vor ihm ein Namensschild mit seinen Personalpronomen „He/Him“. Für Fans ein untrügliches Zeichen für einen vermeintlich unangebrachten Wokeismus:
Now they're making a Masters of the Universe and giving He-man pronouns.
— Jon Del Arroz | Pop Culture & Gaming ???? (@jondelarroz) January 22, 2026
These people won't stop until they ruin everything. pic.twitter.com/cqAYIfRHmM
Zitat:
„Jetzt drehen sie bereits ein ‚Masters of the Universe‘ und geben He-Man Personalpronomen. Diese Leute hören nicht auf, bis sie alles ruiniert haben.“
Because we didn’t already know that He-Man was a man. He has his pronouns in his name placard in his desk. I’ll pass on this woke shit lol.
— AzzurriFL???? (@azzurri_fl) January 22, 2026
Zitat:
„Als ob wir nicht ohnehin schon wüssten, dass He-Man ein Mann ist. Er trägt jetzt seine Personalpronomen als Namensschild auf dem Bürotisch. Ich werde diesen woken Scheiß auslassen.“
God dam woke mind virus is ruining everything....
— Bennett Production (@BennettProduct) January 22, 2026
You just fucked up my childhood memory.... @He_Man_movie what the fuck?
He-Man is not a he/him.....you dumb fuckers. He is a bad ass skeleton fighting son of a bitch that knows he is a man.
Fuck..... Now I have to make a better… pic.twitter.com/LtfXuCG46I
Zitat:
„Gottverdammtes Woke-Virus zerstört einfach alles. Ihr habt gerade meine Kindheitserinnerungen vernichtet. Was zum Teufel? He-Man ist kein he/him, ihr dummen Idioten. Er ist ein knallharter, Skelette bekämpfender Dreckskerl, der weiß, dass er ein Mann ist. Verdammt… jetzt muss ich einen besseren drehen.“
Seht euch den meiner bescheidenen Fan-Meinung nach fantastischen ersten Teaser-Trailer hier an:
» Video ansehen: Masters of the Universe - Teaser Deutsch
„Masters of the Universe“: Die Personalpronomen sind ein versteckter Seitenhieb auf die Woke-Kultur
Was bei all der Wut über diese Herangehensweise gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass die Personalpronomen als ironischer Seitenhieb zum einen auf He-Man selbst und zum anderen auf eben jenen Wokeismus verstanden werden sollten, die Fans dem Film nun vorwerfen.
Auf der Erde, fernab seiner Heimat Eternia, ist Prinz Adam als Adam Glenn weit davon entfernt, er selbst zu sein. Das zeigt sich in seinem unbefriedigenden Dasein in einem anonymen Großraumbüro, in dem allen vorgeschrieben wird, ihre Personalpronomen auf einem Namensschild mit aufzuführen. Hier passt er nicht dazu, hier kann er sich nicht entfalten. Das ist es, was der Teaser-Trailer auf ironische Weise vermittelt.
Immerhin ist Prinz Adam He-Man. Er trägt sein Pronomen quasi in seinem Namen. Er braucht kein Namensschild dafür. Schöpfer Roger Sweet, der die Figur gemeinsam mit Mark Taylor erschuf, wollte mit dem Namen einen geradezu archetypischen Über-Mann erschaffen, der in höchstem Maße für Maskulinität und Stärke steht. Es ist demnach die Antithese zum Wokeismus.

Der von „Bumblebee“-Regisseur Travis Knight inszenierte Sci-Fi-Fantasy-Actionfilm ist also weit davon entfernt, „woke“ zu sein. Einige Fans echauffieren sich über die Besetzung von Rollen wie Man-At-Arms mit Idris Elba, Kristen Wiig als Stimme von Roboto und Ram-Man mit Jon Yue Zhang. Doch selbst die Spielzeug-Reihe, die Zeichentrickserien und selbst die aus nostalgischen Gründen verklärte erste Verfilmung von 1987 haben die Designs über die Jahre mehrfach verändert.
Und: Bei all dem darf man nicht vergessen, dass hier kein Biopic gedreht wird, sondern ein überlebensgroßes Spektakel, das auf Spielsachen basiert (!). So etwas wie Personalpronomen und die Hautfarbe der Figuren waren uns allen doch schon als Kinder damals völlig unwichtig. Was gezählt hat, war der Spaß, den wir dabei hatten, oder nicht? Der deutsche Kinostart von „Masters of the Universe“ ist am 4. Juni 2026. Wer den Film mit Dolph Lundgren noch einmal sehen will, kann ihn sich über Amazon auf Blu-ray zum Top-Preis kaufen.