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Horror-Kehrtwende: „The Bone Temple“ ist der perfekte Film für alle, denen „28 Years Later“ nicht blutig genug war
Photo #8401 14 Januar 2026, 12:15
(Bildquelle: IMAGO / Landmark Media / Sony Pictures)

„28 Years Later“ spaltete im vergangenen Jahr das Publikum. Die Fortsetzung könnte nun genau jene Horror-Fans abholen, die der Auftakt nicht überzeugte.

Mit dieser Aussage treffe ich nicht immer auf Verständnis, aber ich stehe dazu: „28 Years Later“ war meiner Meinung nach der beste Film 2025. Umso erfreulicher war es für mich, dass die Fortsetzung nicht lange auf sich warten lässt: „The Bone Temple“ startet hierzulande am 15. Januar 2026 in den Kinos. Aber kann der nächste Teil mit dem Auftakt mithalten? Einen ersten Eindruck liefert euch der offizielle Trailer:

» Video ansehen: 28 Years Later: The Bone Temple - Trailer 2 Deutsch

„The Bone Temple“ ergänzt, was „28 Years Later“ noch fehlt

„28 Years Later“ hat bewiesen, dass ein Virus-Horrorfilm auch durch Ruhe und Ästhetik für Angst und Schrecken sorgen kann. Ein Teil des Publikums hätte sich dennoch mehr Action und Gemetzel gewünscht, wie wir es von einschlägigen Zombie-Titeln kennen.

Falls ihr dem Franchise deshalb eigentlich schon den Rücken kehren wolltet, solltet ihr „The Bone Temple“ noch eine Chance geben. Die Fortsetzung kommt deutlich brutaler und temporeicher daher als der erste Teil. Zwar nimmt sich der Film zwischendurch Zeit für das Langsame und Harmonische, wechselt aber innerhalb von Sekunden zurück zum Blutrausch.

Deutlich einschlägiger als sein Vorgänger zielt „28 Years Later 2“ dabei auf ein bestimmtes Narrativ ab: Die Infizierten sind nicht mehr die größte Gefahr der Post-Apokalypse. Insbesondere die Crew um Jimmy Crystal (Jack O'Connell) stellt den Kopf-abreißenden Samson (Chi Lewis-Parry) aus Part 1 regelrecht in den Schatten.

Das gab es noch nie: Neuer Blickwinkel für „28 Years Later: The Bone Temple“

„28 Years Later“ sah sich vermehrt mit der Kritik konfrontiert, wie der Aufbau einer neuen Geschichte zu wirken – zu viel Charaktereinführung, zu wenig Handlung. Mich persönlich hat das nicht gestört, doch wenn ihr euch von dem Horror-Streifen mehr Story erhofft hattet, kommt ihr mit „The Bone Temple“ definitiv besser auf eure Kosten.

Bei der Fortsetzung handelt es sich um einen Film, der richtig viel zu erzählen hat – und zwar teilweise aus einer Perspektive, die der Großteil des Horror-Genres ignoriert: Zum ersten Mal greift das „28“-Universum die Gefühlswelt der Infizierten auf. Wir sehen, was sie antreibt, was sie fühlen und wie sie unter dem Wut-Virus leiden. Dadurch eröffnet „28 Years Later: The Bone Temple“ eine neue Gefühlsebene, die zwischen all der Grausamkeit und Brutalität ans Herz geht.

Meiner Ansicht nach ist „The Bone Temple“ damit ein würdiger Nachfolger von „28 Years Later“. Zwar bleibt der Auftaktfilm durch seine ruhige Erzählweise und die innovative Ästhetik mein persönlicher Favorit, ich kann mir aber vorstellen, dass ein Großteil des Publikums der Fortsetzung mehr abgewinnen kann. Zu hoffen wäre es, denn Teil 3 ist bereits in Arbeit und hat meiner Meinung nach ein großes Publikum verdient.


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