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Für 25 Jahre verboten: Hier gibt es einen der besten DDR-Filme aller Zeiten kostenlos im Stream
Photo #15619 25 März 2026, 18:15
(Bildquelle: DEFA)

Ein Film, der zu ehrlich war für seine Zeit – und gerade deshalb bis heute als einer der mutigsten DDR-Spielfilme gilt. Jetzt ist er frei zugänglich.

Mit „Das Kaninchen bin ich“ schuf Regisseur Kurt Maetzig 1965 ein Werk, das der DDR-Führung zu unbequem war. Der Film wurde unmittelbar nach seiner Fertigstellung verboten und verschwand für 25 Jahre im Giftschrank, weil er offen Justizwillkür und Machtmissbrauch thematisierte.

Erst nach der Wende durfte er öffentlich gezeigt werden und gilt heute als Schlüsselwerk des verbotenen DEFA-Jahrgangs von 1965. „Das Kaninchen bin ich“ ist aktuell kostenlos auf YouTube verfügbar – bereitgestellt von dem offiziellen Kanal der DEFA.

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Darum geht es in „Das Kaninchen bin ich“

Im Mittelpunkt steht die junge Maria (Angelika Waller), die nach dem Krieg gemeinsam mit ihrem Bruder Dieter (Wolfgang Winkler) in Ost-Berlin aufgewachsen ist. Als Dieter wegen eines politisch motivierten Urteils ins Gefängnis muss, wird auch Marias Lebensweg abrupt ausgebremst: Ihr Wunschstudium bleibt ihr verwehrt, sie gilt als politisch unzuverlässig.

In dieser Situation begegnet sie einem Mann, der ihr zunächst Interesse und Zuneigung entgegenbringt – bis sich herausstellt, dass er genau jener Richter ist, der über das Schicksal ihres Bruders entschieden hat. Aus der persönlichen Beziehung entwickelt sich ein tiefes moralisches Dilemma.

DDR-Quiz: Nur wer sich mit diesen Film-Perlen auskennt, schafft hier die volle Punktzahl!

(Bildquelle: DEFA)

Frage 1 von 15

Welcher Film ist hier zu sehen?

A) „Die Schöne und das Biest“

B) „Schneewittchen und die sieben Zwerge“

C) „Dornröschen“

D) „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Was macht „Das Kaninchen bin ich“ so sehenswert?

Sehenswert ist „Das Kaninchen bin ich“ nicht nur als historisches Dokument, sondern als zeitloses Drama über Selbstbestimmung und Verantwortung. Die Figuren sind widersprüchlich, glaubwürdig und fern jeder Idealisierung. Besonders beeindruckend ist, wie der Film private Entscheidungen und staatliche Machtmechanismen miteinander verknüpft, ohne je didaktisch zu wirken. Wer sich für DDR-Geschichte oder politisches Kino interessiert, sollte diese Gelegenheit nutzen.


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