28 Februar 2026, 08:15 » Video ansehen: „Cold Storage": „The Last of Us" als Sci-Fi-Komödie?
Eine eskalierende Pilz-Bedrohung – da denkt man sofort an „The Last of Us“. Doch dieser Film schlägt eine ganz andere Richtung ein.
Zombies und zombieartige Kreaturen bevölkern seit Jahrzehnten Kino, Fernsehen und Co. – meist ausgelöst durch einen Virus, der sich unaufhaltsam verbreitet und die Menschheit an den Rand der Auslöschung bringt. In „The Last of Us“ war allerdings kein Virus verantwortlich, sondern ein Pilz – genauer gesagt ein Cordyceps. Dieser existiert tatsächlich in der Natur und befällt Insekten, deren Körper er kontrolliert. In der dystopischen Welt der Reihe springt der Parasit jedoch auf den Menschen über – mit verheerenden Folgen.
Nun greift auch „Cold Storage“, der ab heute im Kino läuft, die Idee eines tödlichen Pilzbefalls auf und dreht sie in eine neue, deutlich schrägere Richtung.
Der Film ist ein energiegeladener Mix aus Sci-Fi, Horror und schwarzer Komödie: Ein hochgefährlicher Pilzparasit entkommt aus einer versiegelten Militärbasis und breitet sich ausgerechnet in einem unscheinbaren Self-Storage-Lager aus. Was zunächst nach einem begrenzten Zwischenfall klingt, eskaliert schnell: Infizierte verwandeln sich in albtraumhafte Kreaturen.
Mitten im Chaos stehen die Angestellten Travis (Joe Keery), genannt Teacake, und Naomi (Georgina Campbell), die plötzlich Verantwortung übernehmen müssen. Unterstützung bekommen sie vom eigentlich längst pensionierten Anti-Bioterror-Agenten Robert Quinn (Liam Neeson), der sich noch einmal einem biologischen Albtraum stellen muss.
Allein das Schlagwort „Pilzparasit“ dürfte bei Fans von „The Last of Us“ sofort die Alarmglocken läuten lassen. Tatsächlich erinnert die Prämisse in Teilen an die gefeierten Spiele und ihre HBO-Serienadaption – nur dass „Cold Storage“ das Szenario mit deutlich mehr Tempo und schrägem Humor aufzieht. Welche Parallelen sich konkret ziehen lassen, wird im obigen Video genauer unter die Lupe genommen.
Lohnt sich ein Kinobesuch zu „Cold Storage“?
Meine Sichtung von „Cold Storage“ war über alle Maßen unterhaltsam – und ich habe deutlich mehr gelacht, als ich es im Vorfeld erwartet hätte. Der Film trifft seinen Humor punktgenau, ohne den Horror zu verwässern. Im Gegenteil: Zwischen bissigen One-Linern und eskalierendem Pilz-Chaos zieht er die Spannungsschraube immer wieder ordentlich an. Das Ergebnis ist ein wilder Ritt, der gleichermaßen unterhält und mitfiebern lässt.
Was „Cold Storage“ für mich – ähnlich wie „The Last of Us“ – von vielen generischen Zombie-Inszenierungen unterscheidet, ist die Nähe zu den Charakteren. „The Last of Us“ hat dafür natürlich deutlich mehr Zeit, doch in der Länge von 99 Minuten gelingt es dem „Cold Storage“, seinen Figuren eine solide Backstory zu geben.
Dadurch fiebert man nicht nur beim drohenden Weltuntergang mit, sondern kann ihre Entscheidungen nachvollziehen und echte Sympathie entwickeln. Vor allem Joe Keery („Stranger Things“) und Georgina Campbell („Barbarian“) tragen mit starken, sympathischen Performances dazu bei, dass der emotionale Kern trotz Pilz-Apokalypse nicht verloren geht.
Wer also Spaß an Zombie- oder generell Infektionsfilmen hat und dabei eine Mischung aus Spannung und schwarzem Humor schätzt, dürfte mit „Cold Storage“ gut bedient sein – ich jedenfalls hatte eine ziemlich gute Zeit im Kino.