Wiederholen

1

Wiederholen

all

Wiederhole alles

Dienstag im TV: Einer der schönsten DEFA-Filme, die je in der DDR gedreht wurden
Photo #16726 05 April 2026, 12:15
(Bildquelle: IMAGO / Frank Sorge)

Die Deutsche Film AG steht für so einige Klassiker aus der ehemaligen DDR. Dieses romantische Drama sollte jeder Fan deutschsprachiger Produktionen kennen.

Als größte Filmgesellschaft der DDR hat die DEFA nicht nur Ostdeutschland cineastisch geprägt, sondern auch Filmfans im Westen begeistert. Mittlerweile von der DEFA-Stiftung verwaltet, macht die Organisation die Produktionen der legendären Filmstätte heute allen Interessierten zugänglich. Mit „Die Legende von Paul und Paula“ ist am Dienstag, den 7. April 2026, um 22:55 Uhr beim MDR eins der kultigsten und bekanntesten Werke des Filmstudios zu sehen.

Ihr wollt wissen, was euch in „Die Legende von Paul und Paula“ erwartet? Dann verrät euch das Video mehr.

» Video ansehen: Die Legende von Paul und Paula – Trailer

Darum geht es in „Die Legende von Paul und Paula“

Paula (Angelica Domröse) und Paul (Winfried Glatzede) könnten nicht unterschiedlicher sein: Die alleinerziehende Mutter verdingt sich als Kassiererin, er ist als Staatsbeamter tätig. Als sich die beiden in einem Ostberliner Musiklokal kennenlernen, funkt es. Doch während Paula sich in das gemeinsame Glück stürzen will, zögert Paul, der sich noch in einer kriselnden Ehe befindet. Allerdings erkennt auch er, dass er mit der zweifachen Mutter das große Liebesglück gefunden hat.

Kostenlos streamen: Dieses DDR-Roadmovie ist auch heute noch einer der schönsten DEFA-Filme

Das macht „Die Legende von Paul und Paula“ so sehenswert

Regisseur Heiner Carow schafft es hier fast schon spielerisch, die Fantasie des Publikums anzuregen. Der Filmemacher schickt seine sympathischen Figuren in beeindruckenden Szenen auf eine Reise zwischen Realität und Tagträumen, die die Zuschauer*innen selbst „entschlüsseln“ und interpretieren müssen. Aber auch die erotischen Szenen sind so pointiert inszeniert, dass die Liebesgeschichte nie an Glaubwürdigkeit verliert, sondern immer die großen Gefühle im Auge behält.

„Die Legende von Paul und Paula“ steht in seiner unkonventionellen Machart und der Suche der Protagonist*innen nach dem eigenen Glück stellvertretend für die „Beat“-Generation, die sich damals immer weniger mit den gesellschaftlichen Konventionen und der großen Idee der DDR identifizieren konnte. Was der Partei natürlich nicht passte. Honecker schickte 800 Partei-Interne 1973 zur Uraufführung, um miese Stimmung zu verbreiten – was aber nicht glückte. Denn die 400 Leute, die sich Karten im freien Verkauf gesichert hatten, bedachten die Tragikomödie mit einem 20-minütigen Beifall.

Als DEFA-Kenner*innen könnt ihr euch im Quiz beweisen:

DDR-Quiz: Nur wer sich mit diesen Film-Perlen auskennt, schafft hier die volle Punktzahl!

(Bildquelle: DEFA)

Frage 1 von 15

Welcher Film ist hier zu sehen?

A) „Die Schöne und das Biest“

B) „Schneewittchen und die sieben Zwerge“

C) „Dornröschen“

D) „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“

Wenn ihr eine mitreißende Mischung aus Drama und tragikomischen Elementen sehen wollt, solltet ihr „Die Legende von Paul und Paula“ auf keinen Fall verpassen. Neben der talentierten Besetzung ist es vor allem die Tonalität des Werks, die nicht nur den DDR-Alltag realistisch darstellt, sondern auch eine Generation porträtiert, die ihren Lebenssinn nicht mehr in der sozialistischen Arbeit sah – was das emotionale Drama zu einer der prägendsten DEFA-Perlen macht.


Kommentare (0)
1000