06 April 2026, 18:15 
Er gehört zu den schlechteren Werken mit Bruce Willis, dennoch schmeißen aktuell viele Netflix-Nutzer*innen den Film an und verschaffen ihm so einen Platz in den Streaming-Charts.
Manchmal braucht es keinen brandneuen Blockbuster, um das Publikum zu fesseln – manchmal reicht ein Thriller aus den frühen 90ern, der plötzlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort auftaucht. Genau das ist derzeit mit „Tödliche Nähe“ passiert.
Der Film, der im Original „Striking Distance“ heißt, hat es überraschend in die Netflix-Charts geschafft und erlebt damit ein Comeback. In einer Ära, in der düstere Crime-Stoffe und Serienkiller-Geschichten Hochkonjunktur haben, wirkt der Film wie ein atmosphärischer Vorläufer heutiger Streaming-Hits. Bruce Willis in einer ernsten, innerlich zerrissenen Rolle und das raue Setting von Pittsburgh sorgen dafür, dass der Thriller aktuell von Filmen angeschmissen wird.
Im Mittelpunkt steht der Polizist Tom Hardy (Bruce Willis), der aus einer traditionsreichen Polizeifamilie stammt und in Pittsburgh seinen Dienst versieht. Als er sich weigert, internes Fehlverhalten zu decken, gerät er ins Abseits seiner eigenen Kolleg*innen.
Parallel dazu versetzt ein Serienmörder die Stadt in Angst, und Hardy ist überzeugt, dass der Täter aus den eigenen Reihen stammt. Diese Überzeugung macht ihn zunehmend zum Außenseiter – beruflich wie privat.
Nach einem schweren persönlichen Schicksalsschlag wird Hardy versetzt und versucht, Abstand zu gewinnen, doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los. Jahre später holen ihn die ungelösten Verbrechen wieder ein, und der Fall nimmt eine hochgradig persönliche Wendung. Misstrauen, Loyalität und Schuld stehen im Zentrum eines Thrillers, der weniger auf reinen Actionbombast setzt als auf psychologische Spannung und eine beklemmende Atmosphäre.
Regie bei „Tödliche Nähe“ führte Rowdy Herrington, der dem Film einen düsteren, realistischen Ton verleiht und das urbane Umfeld Pittsburghs gezielt als Spannungsfaktor nutzt. Das Drehbuch stammt ebenfalls von Rowdy Herrington und Marty Kaplan.
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Die Reaktionen zu „Tödliche Nähe“ auf Netflix
„Tödliche Nähe“ gehört laut den Wertungen auf Rotten Tomatoes (20 % von der Fachpresse und 35 % vom Publikum) durchaus zu den schlechteren Werken mit Bruce Willis. Anbei findet ihr ein paar Auszüge aus den Reaktionen:
Zitat:
„Auch wenn die Grundidee faszinierend ist und die Vorgehensweise des Serienmörders einprägsam ist, ist das Tempo doch deutlich zu langsam.“
– Mike Massie für Gone with the Twins
Zitat:
„Ein blöder, großmäuliger Polizeifilm mit blödem Drehbuch und blöder Handlung, ach ja, und einem blöden ferngesteuerten Auto. Blöd, blöd, blöd. Das Coolste am Film: gedreht in Pittsburgh an den drei Flüssen, einfach fantastisch. Willis hat einen coolen Job als Flusspatrouille. Nur zwei Lichtblicke im ganzen Film.“
– D E
Zitat:
„Genau wie die Packung generischer Cornflakes ist ,Tödliche Nähe‘ nicht wirklich schlecht, aber man vergisst es sofort, sobald der Film vorbei ist.“
– Peter Canavese für Groucho Reviews
Zitat:
„Einer der schlechtesten Filme von Bruce Willis überhaupt! […] Das einzige Problem ist, dass dieser Thriller weder spannend noch interessant ist. Tatsächlich ist er ziemlich kitschig und wirkt eher wie ein Film, der direkt auf VHS-Kassette oder DVD erschienen wäre – typisch für die frühen 90er Jahre.“
– Eine anonyme Person
Wenn ihr euch selbst ein Bild von „Tödliche Nähe“ machen möchtet, könnt ihr die Produktion ab sofort auf Netflix streamen. Solltet ihr noch keine Mitgliedschaft bei dem Streamingdienst haben, könnt ihr mit dem Entertainment-Plus-Paket von Sky nicht nur in den Genuss der besten Filme und Serien von Netflix kommen, sondern habt auch Zugriff auf weitere grandiose Produktionen.