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Western mit gravierendem Filmfehler: Diese Logiklücke lässt die gesamte Handlung dumm erscheinen
Photo #7068 01 Januar 2026, 08:15
(Bildquelle: Warner Bros. (Screenshot aus "Westworld"))

"Westworld" ist ein kultiger Mix aus Western und Sci-Fi. Doch so ganz durchdacht ist die kreative Story des Films nicht.

In dem Sci-Fi-Film "Westworld" aus dem Jahr 1973, inszeniert von Michael Crichton, geht es um einen futuristischen Freizeitpark, in dem zahlende Gäst*innen in realistisch gestalteten Themenwelten – darunter der Wilde Westen, das antike Rom und das mittelalterliche Europa – mit täuschend echten Robotern interagieren.

Die zentrale Prämisse ist, dass Gäst*innen völlige Handlungsfreiheit genießen können, ohne sich in Gefahr zu bringen: Die Roboter sind so programmiert, dass sie Menschen keinen Schaden zufügen können. Doch bei näherer Betrachtung wirft das Konzept erhebliche logische Fragen auf.

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Safety first – oder so…

Ein besonders auffälliger Filmfehler betrifft die physische Sicherheit der Besucher*innen, wenn es nicht um Schusswaffen geht. Zwar wird im Film noch mit Mühe erklärt, warum Menschen durch Kugeln nicht verletzt oder getötet werden können – offenbar erkennen die Waffen automatisch menschliche Ziele anhand der Körpertemperatur und feuern in diesem Fall nicht oder mit verminderter Wirkung –, doch das erklärt keineswegs, wie andere Gewalteinwirkungen vermieden werden sollen.

So ist im Film beispielsweise eine äußerst brutale Prügelei in einer Bar zu sehen, bei der wild mit Fäusten aufeinander eingeschlagen wird. In der Realität führen solche Schlägereien regelmäßig zu Knochenbrüchen, Platzwunden oder gar tödlichen Verletzungen. Warum also sollen die Besucher*innen in dieser Welt gegen solche Gefahren immun sein?

Noch fragwürdiger wird es in den Themenwelten rund ums Antike Rom und das Mittelalter, wo scharfe Waffen wie Schwerter, Dolche und Speere zum Einsatz kommen. Hier wird suggeriert, dass sich Besucher*innen durchaus auch gegenseitig bekämpfen – also nicht nur gegen Roboter antreten.

Doch wie soll verhindert werden, dass ein Gast einen anderen ernsthaft verletzt oder gar tötet? Menschen lassen sich nicht "programmieren", wie es bei Robotern der Fall ist. Der Parkbetreiber Delos setzt seine Besucher*innen somit einem enormen Risiko aus, ohne dass eine technisch glaubwürdige Sicherheitslösung gezeigt wird.

Neben der praktischen und moralischen Fragwürdigkeit ergibt sich daraus auch ein juristisches Problem: Selbst bei einem einzigen schweren Zwischenfall wäre mit einer Klagewelle zu rechnen, die das Unternehmen finanziell ruinieren könnte. Und das schlechte Medien-Echo wäre vorprogrammiert.

Wer würde zehntausende Dollar für ein Freizeiterlebnis bezahlen, wenn regelmäßig über Todesfälle und dauerhafte Verletzungen im Park berichtet wird? Dieser zentrale Logikfehler untergräbt somit nicht nur die Glaubwürdigkeit der Filmwelt, sondern stellt auch die gesamte Grundidee des futuristischen Vergnügungsparks infrage.


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