11 April 2026, 12:15 
Vor „Disclosure Day“ arbeitete Steven Spielberg über viele Jahre an einem wirklich gigantischen Sci-Fi-Kracher. Doch er musste „Robopocalypse“ letzten Endes aufgeben.
Mit „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ (deutscher Kinostart am 11. Juni 2026) kehrt Steven Spielberg beinahe zehn Jahre nach „Ready Player One“ zum Sci-Fi-Genre zurück. Die Romanverfilmung mit starken Popkultur- und Videospieleinflüssen war aber in gewisser Weise lediglich ein Ersatzprojekt für den 79-Jährigen. Um 2010 herum, bevor der Roman erschienen war, hatte der Filmemacher ein Auge auf Daniel H. Wilsons Sci-Fi-Technothriller „Robopocalypse“ geworfen.
Darin dreht sich die Handlung um den Aufstand der gesamten Technologien gegen die Menschheit. Angeführt von einer kindlich wirkenden künstlichen Intelligenz mit Bezeichnung Archos R-14, sollen die Menschen versklavt und/oder ausgelöscht werden. Ausgerechnet die überaus menschliche Empathie ist es, die der einstigen Spitze an der Nahrungskette eine Chance zum Überleben schenkt.
Klingt ein wenig nach James Camerons Hintergrundgeschichte für seinen Klassiker „Terminator“, oder? Laut Spielberg wäre das Vorhaben noch einmal sehr viel ambitionierter und sehr, sehr viel teurer geworden – zu teuer (via Empire):
Zitat:
„Es war gigantisch. Es wäre der Untergang eines Unternehmens geworden. Es hätte ein ganzes Studio ruiniert, weil es niemals seine Kosten hätte wieder hereinholen können. Ich hatte beschlossen, dass es buchstäblich der teuerste Film sein würde, den ich jemals gedreht habe; und ich war nicht bereit, das auf mich zu nehmen.“
Wie teuer „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ ausgefallen ist, wurde bislang nicht kommuniziert, der Trailer deutet aber ein atemberaubendes Erlebnis an:
» Video ansehen: Disclosure Day: Der Tag der Wahrheit - Trailer Deutsch
So weit war Spielberg mit „Robopocalypse“ bereits, als er den Stecker zog
Interessanterweise befand sich die Verfilmung des 2011 erschienenen Romans bereits in einem recht weiten Stadium: Mit Chris Hemsworth, Anne Hathaway und Ben Whishaw hatte Spielberg drei zugkräftige Namen für die Hauptrollen, während Drew Goddard („Der Astronaut – Project Hail Mary“) das Drehbuch verfassen sollte. Das Budget wurde auf jenseits von 200 Millionen US-Dollar angesetzt, was zu hoch für Spielbergs Produktionsfirma Dreamworks war:
Zitat:
„Ich wollte ‚Robopocalypse‘ nicht zu meinem Unternehmen holen, weil die Produktion einfach zu teuer gewesen wäre. Also habe ich das Projekt anderen Unternehmen angeboten. Ich wollte nicht dafür aufkommen, aber andere Unternehmen zeigten sich interessiert, die Kosten zu tragen, solange ich dabei die Regie übernehmen würde.“
Am Ende sollte Disney den Sci-Fi-Film produzieren, doch als sich die Arbeiten und damit die Veröffentlichung immer weiter nach hinten verschoben, zog Spielberg Anfang 2013 den Stecker. Womöglich war das die richtige Entscheidung.