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Warum tut sich Arnold Schwarzenegger das an? Action-Star schadet mit dieser Kult-Fortsetzung nur seinem Ruf
Photo #14383 14 März 2026, 08:15
(Bildquelle: IMAGO/MPTV.net)

Auf einer Veranstaltung kündigte Arnold Schwarzenegger unter anderem eine späte Fortsetzung zu „Phantom Kommando“ an. Ich persönlich halte genau diesen Film für keine gute Idee.

Sieht man einmal von seiner mittlerweile eingestellten Netflix-Actionserie „Fubar“ ab, dann liegt Arnold Schwarzeneggers letzte Actionrolle in „Terminator: Dark Fate“ bereits über sieben Jahre zurück. Seine letzte Hauptrolle in einem richtig klassischen Actionfilm ist sogar noch länger her: 2014 gab er in David Ayers „Sabotage“ den harten Anführer einer DEA-Spezialeinheit.

Mit seinen 78 Jahren muss die Hollywood-Ikone niemandem mehr etwas beweisen, er könnte sich auch genauso gut zurücklehnen und seine Zeit mit seiner Familie verbringen. Stattdessen will er es noch einmal wissen und kündigte auf der Arnold Sports Expo gleich drei mögliche Fortsetzungen an, die bei 20th Century Studios in Arbeit sein sollen: „King Conan“, ein neuer „Predator“ und „Phantom Kommando 2“:

Zitat:
„Tatsächlich haben die Fox-Studios (20th Century Studios, Anm. d. Red.) ‚Arnold‘ wiederentdeckt. Sie sind auf mich zugekommen und haben mir gesagt: ‚Wir wollen, dass du bei ‚Predator‘ mitmachst; wir haben soeben ein Drehbuch zu ‚Phantom Kommando 2‘ für dich erhalten.“

„Phantom Kommando“? Ja, genau. Die 1985er-Produktion war Schwarzeneggers erster richtiger Actionfilm und wurde von Regisseur Mark L. Lesters Team als direkte Konkurrenz für Sylvester Stallones „Rambo II – Der Auftrag“ angedacht. Schon damals waren die beiden Muskelberge Erzrivalen in Hollywood, also mussten die größten Messer und die dicksten Knarren her, um die Zahl der Leinwand-Tode möglichst in die Höhe schnellen zu lassen. Den Archetyp des Achtziger-Actionfilms erhaltet ihr über Amazon ungeschnitten im Director’s Cut auf Blu-ray.

Übrigens hat Schwarzenegger auch hier den Großteil seiner Stunts selbst ausgeführt, musste im Laufe der Dreharbeiten deswegen dreimal ins Krankenhaus. An Jackie Chan, den König aller Stuntmen, kommt die steirische Eiche natürlich trotzdem nicht ran:

» Video ansehen: Der krasseste Stunt von Jackie Chan

Nicht alle Kultfilme brauchen nach Jahrzehnten noch eine Fortsetzung

Selbst als Fan von Arnold Schwarzenegger kann ich der Vorstellung, ihn mit beinahe 80 Jahren noch einmal als John Matrix zu sehen, absolut nichts abgewinnen. „Phantom Kommando“ ist ein typischer Film der Reagan-Ära. Hier wurde Gewalt der Gewalt wegen zelebriert, John Matrix war ein eindimensionales Abziehbild von einem Charakter. Und: „Phantom Kommando“ ist Guilty Pleasure, aber kein guter Actionfilm.

Als King Conan und als Major Dutch Schaefer in einem neuen „Predator“-Film kann ich ihn mir super vorstellen. Beide Rollen könnten eine altersgerechte Charakterenwicklung bieten. Sie könnten als eine Art Fackelübergabe dienen. John Matrix jedoch sollte da bleiben, wo er am besten aufgehoben ist – in den Achtzigern. Ihn zurückzubringen würde meiner Meinung nach nur Schwarzeneggers Ruf schaden.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Action-Legende und würde beinahe jeden neuen Film mit ihm anschauen. Aber den gnadenlosen wie unkaputtbaren Actionstar kann er in seinem hohen Alter nun wirklich kaum mehr glaubhaft verkörpern, richtig? „Falsch“, würde er jetzt höchstwahrscheinlich mit seinem starken österreichischen Akzent rufen.


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