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Netflix-Horror-Meister stellt klar: Stephen-King-Neuverfilmung geht in eine vollkommen neue Richtung
Photo #12683 25 Februar 2026, 18:15
(Bildquelle: IMAGO / Allstar / Mary Evans / AF Archive / The Weinstein Company)

Mike Flanagan, der eine Neuverfilmung von Stephen Kings „Der Nebel“ anstrebt, betonte nun, dass er kein bloßes Remake des 2007er-Films plane.

Frank Darabonts „Der Nebel“ sticht aus der schieren Menge an Stephen-King-Verfilmungen aus rund 50 Jahren hervor. Nicht nur gilt der Sci-Fi-Horror als eine der besten unter den zahlreichen Produktionen, die auf Kings Romanen und Kurzgeschichten basieren, das Ende ist bis heute in den Köpfen des Publikums geblieben; denn es wagt etwas, das sich Hollywood sonst kaum traut: Es lässt ein Kind sterben.

Während King in seiner Novelle aus dem Erzählband „Blut – Skeleton Crew“ das Ende offenließ, zeigte Darabont in aller grausamen Deutlichkeit, wozu Menschen in ihrer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit imstande sind. Es ist ein Ende, das selbst King nicht besser hätte schreiben können. In Interviews zog er seinen Hut vor Darabont und ließ wissen, dass er dessen Ende bevorzuge.

Nun plant Mike Flanagan ausgerechnet eine Neuverfilmung zu „Der Nebel“. Der Filmemacher gilt als derzeit bester King-Experte, hat zuletzt mit dem bewegenden „The Life of Chuck“, den ihr über Amazon auf Blu-ray/DVD erhaltet, einen Instant-Klassiker geschaffen. Doch selbst ihm dürfte klar sein, dass er sich unweigerlich an Darabonts Kultklassiker messen lassen muss. Was Fans befürchten, ist ein bloßes „Remake“. Mit dieser Befürchtung räumte Flanagan nun über den Kurznachrichtendienst Bluesky auf:

Zitat:
„Ich liebe [Frank] Darabonts Film; und es ergibt überhaupt keinen Sinn, diesen neu zu verfilmen. Ich habe vor langer Zeit gelernt, niemals vorherzusagen, worüber sich Fans auslassen werden oder nicht. Das ist kein Remake. Die Unterschiede beginnen auf Seite 1.“

Ihr wollt wissen, welche weiteren Stephen-King-Verfilmungen ihr unbedingt gesehen haben solltet? Dann werft einen Blick hier rein:

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Wird Mike Flanagan sich enger an Stephen Kings Geschichte halten?

Mit seinem Film hatte Frank Darabont versucht, den Horror aus Kings Vorlage visueller zu gestalten. Der Film spielt wenig mit dem subtilen und klaustrophobischen Schrecken der Novelle, verliert sich fast in den sehr schlecht gealterten Computereffekten. Womöglich könnte Flanagan also eine behutsamere wie unheimlichere Herangehensweise wählen, um das Mysteriöse und Kosmische stärker in den Vordergrund zu rücken.

Andererseits ist die von Darabont forcierte Schlussszene dermaßen mächtig und visuell kraftvoll, dass sie den gesamten Film überstrahlt und ihn gar gänzlich definiert. Das bedeutet wiederum, dass „Der Nebel“ seine volle Wirkung nur einmal entfalten kann. Ein Eins-zu-Eins-Remake wäre damit bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Das kann niemals funktionieren. Das wissen die Fans; und das weiß auch Mike Flanagan.


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