22 Februar 2026, 18:15 
Neu auf Netflix könnt ihr mit „Bring Her Back“ einen wahren Horror-Albtraum der „Talk to Me“-Schöpfer streamen. Aber Achtung: Der Film ist nichts für Zartbesaitete.
Ich muss gestehen, selbst ich als alter Horror-Hase war mir nicht im Geringsten im Klaren darüber, auf was ich mich bei „Bring Her Back“ einlassen würde. Das Nachfolgewerk der australischen Regie-Zwillinge Daniel und Michael Phillipou nach ihrem gefeierten Filmdebüt mit „Talk to Me“ sorgte bereits im Vorfeld für einiges an Aufsehen.
Zwar konnte ich ziemlich schnell erahnen, in welche Richtung sich der Horrorfilm entwickeln würde, doch was mich wirklich gefesselt hat, war die stringente wie beunruhigende Konsequenz, mit der die Phillipous die Handlung gnadenlos nach vorne und zum schockierenden Finale gepeitscht haben. Ich muss euch ausdrücklich warnen: Eine Szene hat mich dermaßen unerwartet und brutal getroffen, als hätte mir Mike Tyson zu seinen besten Zeiten unvermittelt einen Uppercut verpasst und mein Bewusstsein in Lichtgeschwindigkeit einmal um den Globus geschickt.
Will heißen, „Bring Her Back“ ist harter Tobak und wird Zartbesaitete noch lange, lange nach dem zweifelhaften Genuss verfolgen. Das ist kein Horrorfilm, das ist ein legaler Downer für jede positive Stimmung. Wenn ihr es wagt, dann streamt den Film auf Netflix, wo er ab sofort zur Verfügung steht. Die Altersfreigabe ab 18 Jahren ist im Grunde noch zu milde. Wer will, kann ihn sich aber auch auf Blu-ray für die eigene Sammlung über Amazon erwerben. Werft hier einen Blick in den Trailer:
» Video ansehen: Bring Her Back - Teaser-Trailer Deutsch
Ich will „Bring Her Back“ kein zweites Mal schauen, obwohl er so gut ist
Die Geschwister Alex (Billy Barratt) und Maya, fantastisch gespielt von der wirklich sehbeeinträchtigen Sora Wong, kommen bei einer neuen Pflegemutter unter. Dort lebt bereits das Pflegekind Oliver, das sich sehr eigenartig verhält – genauso wie die Pflegemutter Laura (Sally Hawkins). Doch zunächst schöpfen Alex und Maya keinen Verdacht, was hier in der Abgeschiedenheit vor sich geht.
Auf Rotten Tomatoes hat „Bring Her Back“ 89 % bei den Kritiken erhalten sowie 79 % vom Publikum:
Zitat:
„Horror, so wie er sein sollte – so etwas sieht man heute nur noch selten. Langsamer Aufbau, aber wenn es losgeht, gibt es kein Halten mehr.“
– Tobias O
Zitat:
„Der beste Horrorfilm 2025.“
– Joseph D
Zitat:
„Eine gute Darstellung dessen, wie man in die Dunkelheit abdriften kann, wenn Trauer unüberwindbar scheint. Ein Schmerz, der so tief sitzt, dass er zur Obsession führt. Beunruhigend und blutig.“
– Gabriel T
Ich persönlich finde „Bring Her Back“ fantastisch. Der Film hat seine düstere, pessimistisch-nihilistische Stimmung direkt an mich weitergegeben und mir quasi auf „positive“ Weise den Abend ruiniert. Das ist auch der Grund, warum ich den Horrorfilm kein zweites Mal ertragen will. Es reicht, zu wissen, dass den Phillipous damit ein weiteres Meisterwerk gelungen ist, von dem man auch in Jahren noch sprechen wird.