08 Februar 2026, 12:15 
Es ist eine Meldung, die erst auf dem zweiten Blick ihre wahre Tragweite enthüllt: Dan Trachtenberg wechselt von Disney zu Paramount. Was bedeutet das für die „Predator“-Filme?
Mit einem Kurzfilm zum Videospielklassiker „Portal“ fing alles an für den begeisterten Gamer und Werbefilmer Dan Trachtenberg. Über die nächsten 14 Jahre etablierte sich der 44-Jährige als wahre Sci-Fi-Größe in Hollywood mit „10 Cloverfield Lane“, einer gefeierten „Black Mirror“-Episode und vor allem seinen Beiträgen zum „Predator“-Franchise.
Mit der Quasi-Neuinterpretation „Prey“ und den beiden Nachfolgewerken „Predator: Killer of Killers“ und „Predator: Badlands“, auf 4K/Blu-ray/DVD vorbestellbar über Amazon, hat Trachtenberg ein brachliegendes und sich im Kreise drehendes Franchise wiederbelebt, das eigentlich in den Neunzigern mit „Predator 2“ hätte enden sollen.
Einige Fans werfen ihm vor, er habe das einst harte Sci-Fi-Universum „disneyfiziert“, doch die Wertungen etwa auf Rotten Tomatoes sprechen eine andere Sprache. Dazu kommt, dass Trachtenberg offenbar gemeinsam mit „Alien: Romulus“-Regisseur Fede Álvarez und 20th-Century-Studios-Boss Steve Asbell zu den treibenden Kräften hinter dem heißerwarteten „Alien vs. Predator 3“ zu sein scheint. Ganz klar, Trachtenberg dreht Filme aus seiner Fan-Perspektive für andere Fans.
Eigentlich hatte ich mich bereits darauf gefreut, wie es mit der Traumpaarung Trachtenberg/„Predator“-Universum weitergeht, doch der Filmemacher hat offensichtlich andere Pläne und hat just einen First-Look-Deal mit Paramount Pictures geschlossen (via Deadline). Damit verlässt er also Disney und wird die nächsten drei Jahre lang exklusiv mit dem Studio zusammenarbeiten, das sein Regiedebüt finanziert hatte:
Zitat:
„Ich erinnere mich daran, dass ich als Kind das Paramount-Logo gesehen und von den epischen Abenteuern geträumt habe, die stets danach gefolgt sind. Jetzt die Möglichkeit zu haben, neue große und emotionale Geschichten auf die große Leinwand zu bringen, ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist.“
Ein wahr gewordener Traum ist auch Steven Spielbergs Rückkehr ins Sci-Fi-Genre mit „Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit“ (deutscher Kinostart am 11. Juni 2026). Seht den Teaser-Trailer hier:
» Video ansehen: Disclosure Day: Tag der Wahrheit - Teaser-Trailer Deutsch
Welches Projekt profitiert vom Wechsel und was passiert mit dem „Predator“-Franchise?
Der Wechsel Trachtenbergs von Disney zu Paramount kommt überraschend. Vor allem in Hinblick darauf, dass der Filmemacher die Arbeit an „Prey 2“ angedeutet hat und dass auch das Ende von „Predator: Badlands“ einen Fortgang der Geschichte um Dek von den Yautja verspricht.
Sicherlich könnte Disney diese auch ohne Trachtenberg in kreativer Leitung weiterverfolgen, die Rechte sind schließlich im eigenen Haus. Sicher wäre jedoch auch, dass ohne Trachtenberg definitiv die Marschrichtung geändert würde. Es bleibt also vorerst offen, wie und ob es weitergehen wird.
Was für Projekte könnte Trachtenberg nun bei Paramount realisieren? Brancheninsider Jeff Sneider glaubt, dass dessen Sci-Fi-Expertise bei einem neuen „Transformers“-Projekt gut aufgehoben wäre. Denkbar wäre jedoch auch das seit Ewigkeiten in Arbeit befindliche „World War Z 2“, das bislang in der Produktionshölle verweilt.
Ich persönlich würde in der Tat auf einen neuen „Transformers“-Film setzen. Trachtenberg könnte hier ebenfalls eine persönlichere Geschichte erzählen und ein Franchise aus der Versenkung holen.