06 April 2026, 18:15 
Dieser Horrorthriller ist ein Desaster, wie es im Buche steht – zumindest sofern ihr die Fachpresse und das Publikum fragt. Dennoch stürmt er nun die Netflix-Charts.
Manchmal brauchen Filme nur den richtigen Moment, um (wieder) gesehen zu werden. Genau das scheint aktuell auf „Hollow Man 2“ zuzutreffen: Der Horrorthriller aus dem Jahr 2006 hat es überraschend in die Netflix-Charts geschafft und sorgt dort für Gesprächsstoff.
Fast zwei Jahrzehnte nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung als Direct-to-DVD-Produktion erlebt die Fortsetzung von „Hollow Man – Unsichtbare Gefahr“ damit ein spätes Revival. Offenbar wirkt die Mischung aus unsichtbarem Antagonisten, düsterer Verschwörung und klassischem Thriller-Setup attraktiv auf Streaming-Publikums, doch die Kritiken sprechen eine klare Sprache.
Inhaltlich knüpft „Hollow Man 2“ lose an das Grundkonzept des Vorgängers an, erzählt jedoch eine eigenständige Geschichte. Im Mittelpunkt stehen zwei Detectives, die nach dem Mord an einem Wissenschaftler in einen gefährlichen Fall hineingezogen werden.
Schnell wird klar, dass es nicht nur um einen gewöhnlichen Täter geht, sondern um ein streng geheimes militärisches Experiment mit verheerenden Folgen. Eine Wissenschaftlerin gerät ins Visier eines unsichtbaren Gegenspielers, dessen Körper langsam zerfällt und der verzweifelt nach einer Lösung sucht.
Die Handlung entwickelt sich als spannungsgeladene Jagd, bei der moralische Fragen, Machtmissbrauch und die Grenzen wissenschaftlicher Verantwortung im Fokus stehen – ohne sich dabei allein auf Schockeffekte zu verlassen.
Für die Inszenierung zeichnete der Schweizer Regisseur Claudio Fäh verantwortlich, der dem Stoff einen nüchternen, thrillerlastigen Ton verleiht. Das Drehbuch stammt von Joel Soisson, der bereits Erfahrung im Horror- und Genrebereich mitbrachte. Auch wenn „Hollow Man 2“ nie für die große Leinwand gedacht war, zeigt der aktuelle Erfolg auf Netflix, dass der Film bis heute sein Publikum findet – und vielleicht mehr Aufmerksamkeit erhält, als ihm bei Erscheinen 2006 zuteilwurde.
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Die Reaktionen zu „Hollow Man 2“ auf Netflix
„Hollow Man 2“ wurde sowohl von der Fachpresse als auch dem Publikum auf Rotten Tomatoes regelrecht zerpflückt, was die 17 % und 16 % Zustimmung zeigen. Anbei findet ihr ein paar Meinungen, die euch schildern, warum der Film so vernichtet wurde:
Zitat:
„Was folgt, ähnelt James Camerons ,Terminator‘, nur dass anstelle eines zeitreisenden Cyborgs ein unsichtbarer Attentäter auftritt.“
– Anton Bitel für Little White Lies
Zitat:
„,Hollow Man 2‘ ist eine jener Fortsetzungen, die sich von allem, was den ersten Teil so spannend machte, völlig losgelöst anfühlt. Mit einem strafferen Drehbuch, einer überzeugenderen Besetzung und einer klareren Vision hätte dies eine würdige Ergänzung der Reihe sein können. Stattdessen erinnert der Film daran, dass nicht jede Geschichte eine Fortsetzung braucht, vor allem wenn die Seele des Originals bereits verloren gegangen ist.“
– The MovieSearch R
Zitat:
„In 90 % der Fälle sind diese billigen Fortsetzungen keine gute Idee, nicht einmal eine halbwegs vernünftige, aber zumindest verschaffen sie Leuten wie Marc Ostrick einen von vielen Jobs.“
– Rory L. Aronsky für Film Threat
Zitat:
„Ich hätte mir gewünscht, dass die Kampfszene zwischen den beiden unsichtbaren Männern etwas länger gedauert hätte, aber die Handlung war gar nicht so schlecht.“
– Snow F
Wenn ihr euch selbst ein Bild von „Hollow Man 2“ machen möchtet, könnt ihr die Produktion ab sofort auf Netflix streamen. Solltet ihr noch keine Mitgliedschaft bei dem Streamingdienst haben, könnt ihr mit dem Entertainment-Plus-Paket von Sky nicht nur in den Genuss der besten Filme und Serien von Netflix kommen, sondern habt auch Zugriff auf weitere grandiose Produktionen.