23 Februar 2026, 08:15 
Science-Fiction und Videospielverfilmungen sind aktuell en vogue. Doch in Kombination brachten sie trotz Top-Besetzung kein Glück. Überzeugt euch nun selbst über Prime Video.
Horror war während der Corona-Pandemie das populärste Genre, um gegen die damals recht unberechenbare Situation. Mit den jetzt wesentlich greifbareren, aber nicht minder beängstigenden geopolitischen Ereignissen der vergangenen Jahre ist Realitätsflucht das Mittel Nummer 1 für Filmfans auf aller Welt. Die Zeit von Science-Fiction ist da. Die „Dune“-Filme, die „Avatar“-Filme, „The Wild Robot“, „Predator: Badlands“: Das Publikum bekommt nicht genug von diesem Genre.
Doch eine Big-Budget-Produktion konnte den hoch gesteckten Erwartungen nicht gerecht werden. Im Gegenteil, „Borderlands“ geriet an den weltweiten Kassen bei Produktionskosten von um die 120 Millionen US-Dollar zum Flop, spielte lediglich um die 33 Millionen US-Dollar ein. Und das, obwohl es sich dabei um eine Videospielverfilmung handelt, die aktuell mit Adaptionen wie „Ein Minecraft Film“, „The Last of Us“ und „Fallout“ ebenso beliebt sind.
Hatte sich Regisseur Eli Roth („Hostel“) eine außerhalb der Gaming-Szene zu unbekannte Vorlage mit dem Looter-Shooter ausgesucht? Sprach die großartige Besetzung die Videospielfans nicht an? War „Borderlands“ für das Publikum zu sehr „Guardians of the Galaxy“? Von den Kritiken gab es jedenfalls eine katastrophale Wertung von gerade einmal 10 % (via Rotten Tomatoes) obendrauf.
Ob das gerechtfertigt ist, davon könnt ihr euch ab sofort über Prime Video überzeugen, wo es das Sci-Fi-Abenteuer im Abo ohne zusätzliche Kosten im Streaming gibt. Oder ihr holt euch den Film direkt über Amazon auf Blu-ray für eure Sammlung. kino.de-Redakteur Oliver war jedenfalls ebenso wenig angetan:
» Video ansehen: Borderlands-Review
„Macht mehr Spaß, wenn ihr die Videospiele kennt“: Netzgemeinde zeigt sich gespalten bei „Borderlands“
„Alles, was schiefgehen konnte, ging bei ‚Borderlands‘ schief“, gab Lions Gate Films’ Ceo Jon Feltheimer im Interview mit IndieWire zu:
Zitat:
„Während der Pandemie lag der Film zu lange auf Eis; Nachdrehs und steigende Zinsen führten dazu, dass er unser üblicherweise striktes Finanzmodell übertrat.“
Das Gros des Publikums dürfte aber den Kinos aufgrund der im Vorfeld schlechten Kritiken ferngeblieben sein. Im Nachhinein häuften sich positive Meinungen überraschter Fans (via Rotten Tomatoes):
Zitat:
„Der Film macht mehr Spaß, wenn ihr die Videospiele kennt. Ich habe den Film sehr genossen und bin traurig darüber, dass wir keine Fortsetzung erhalten werden.“
– Jeffrey K
Zitat:
„Ich weiß nicht, warum der Film so viele schlechte Kritiken erhält. Mir hat der Film richtig gut gefallen. Er ist sehr unterhaltsam, hat eine gute Handlung und eine großartige Besetzung.“
– Nicho 5
Zitat:
„Der war so schlecht. Erster Fehler war es, ein Videospiel für Erwachsene zum Kinderfilm zu machen. Die Besetzung hat nicht gestimmt […]. Die Computereffekte sind Durchschnitt, sie hätten so viel mehr aus den Waffen machen können, aber haben diese Gelegenheit verpasst.“
– Andre L
Zitat:
„‚Mad Max‘-Vibes. Unterhaltsam. Cooles Ende.“
– Koi P
Mir persönlich hat „Borderlands“ überraschend gut gefallen, weil ich ohne jegliche Erwartungen an dieses Sci-Fi-Abenteuer herangetreten bin. Ich kenne die Videospielreihe und optisch kam die Leinwand-Adaption ihr erstaunlich nahe, auch wenn so manche Besetzung fragwürdig erscheint. Cate Blanchett, Kevin Hart, Jamie Lee Curtis, Jack Black, Ariana Greenblatt sowie Florian Munteanu haben ihr Bestes gegeben.